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Du stirbst im Regen von Stefan Krell

m Jahr 1994 treibt ein Serienmörder sein perfides Spiel in einer deutschen Stadt mit vier Millionen Einwohnern.

 

Du stirbst im Regen von Steffan Krell ist ein Psychothriller mit Wachhalte-Potenzial.

 

Die Größe der Stadt und ihre Anonymität sind seine Tarnung, der Regen wischt als sein Verbündeter alle Spuren beiseite. Was die Polizei und Medien von ihm finden, das sollen sie auch finden. Alles läuft so, wie ER es haben will. Er nimmt sich immer mehr heraus, und er kommt damit durch. Der Mörder ist ein Triebtäter, allerdings ein taktisch versierter und intelligent agierender Psychopath. Manchmal überwältigt es ihn, und dann liegt wieder eine Leiche ohne Kopf in der Stadt. Der Mörder ist auf einem Rachefeldzug, und große Serientäter sind seine Vorbilder.

 

Das Buch besteht aus vier Teilen, wobei sich eine ungewöhnliche Entwicklung offenbart. Stefan Krell gab dem Werk zwei Hauptcharaktere, einmal den Mörder über den als allwissender Erzähler berichtet wird, dem man aber auch durch sein Tagebuch etwas näher kommt. Krell gelingt es dabei, den Mörder nicht nur als die Bestie zu zeichnen, sondern ihm menschliche Züge zu verpassen. Zum zweiten gibt es den Reporter Frank, der aus der Ich-Perspektive erzählt und sich zum Jäger des Psychopathen entwickelt, dabei helfen ihm seine langjährigen Kontakte zur Polizei.

 

Du stirbst im Regen ist ein Psychothriller, dessen Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde. Inhaltlich ist die Geschichte top, auch die Wendungen in der Geschichte sind überraschend ungewöhnlich. Allerdings hapert es an einigen Stellen am Sprachstil, dieser hat eher das Niveau von Trivialliteratur. Als Leser hätte mir auch eine konkret genannte Stadt besser gefallen, da Namen wie Berlin oder Hamburg Assoziationen erwecken und bildhafter beschrieben werden können. So ist der Ort der Handlung leider etwas zu nebulös geraten.

 

Das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut stimmig. Für Fans des Genres kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen, auch wer den Autor kennen lernen möchte kann hier gerne zugreifen. Empfindliche Personen sollten eher die Finger weglassen. Der Täter hat nicht mehr alle Latten am Zaun und das zeigt sich in der Darstellung seiner Taten und Gedankengänge, welche das Kopfkino in Gang setzen und Schlafstörungen verursachen können.

 

 

Ich gebe dem Werk 4 von 5 Sternen.

 

 

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